Die Möllner Briefe
Martina Priessner — 2025 — 96 Min
Wiesbaden — Murnau-Filmtheater — 26.09.2025 — 17:30 Uhr
Im Gespräch: Regisseurin Martina Priessner, Wolfgang Kunath (Amnesty International)
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Eine Veranstaltung in Kooperation mit Amnesty International Wiesbaden, Omas gegen Rechts Wiesbaden und Ausländerbeirat Wiesbaden. Film des Monats September 2025 der Jury der Evangelischen Filmarbeit.
Frankfurt — Mal Seh’n — 26.09.2025 — 20:30 Uhr
Im Gespräch: Regisseurin Martina Priessner, Yağmur Ekim Çay (taz)
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen und Amnesty International Frankfurt
Im November 1992 zerstörte der rassistische Brandanschlag von Mölln die Leben von İbrahim Arslan und seiner Familie. Der damals siebenjährige İbrahim überlebte, verlor aber seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter. Die Stadt Mölln erhielt Hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen, von denen aber fast drei Jahrzehnte niemand Notiz nahm. Der Film folgt İbrahim bei der Entdeckung dieser Briefe und bei der Begegnung mit drei ihrer Verfasser*innen. Zugleich zeichnet er ein komplexes Porträt des anhaltenden Traumas, das İbrahim und seine Geschwister bis heute beeinträchtigt. İbrahim hat einen Umgang mit den Geschehnissen gefunden, indem er aktiv gegen Rassismus kämpft und sich für eine Erinnerungskultur einsetzt, die die Opfer ins Zentrum stellt. Sein Bruder Namik hingegen befindet sich noch am Anfang seines Wegs der Bewältigung.
Der Film beleuchtet nicht nur die Erfahrungen der Überlebenden, er deckt auch die große Solidarität auf, die es damals gab – eine Solidarität, von der die Opfer bis zu diesem Zeitpunkt nichts wussten. Er schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nimmt eine Perspektive des Erinnerns ein, die den Stimmen der Betroffenen den Raum und die Anerkennung gibt, die sie verdienen. (Berlinale)
PRESSESTIMMEN
„DIE MÖLLNER BRIEFE ist ein Film, der wehtut. Ein Film, der wütend macht. Und ein Film, der gleichzeitig Hoffnung gibt – weil er zeigt, dass es Menschen gibt, die sich gegen das Vergessen wehren.“
taz
„Der Film gewinnt den Amnesty-Filmpreis, weil er zeigt, was Menschlichkeit in dunklen Zeiten bewirken kann. In der heutigen Welt, in der sich Viele so hilflos fühlen, zeigt er auf, wie eine ganz kleine Geste – das Briefeschreiben – bei den Betroffenen Großes bewirken kann.“
Amnesty-Jurybegründung