Retrospektive Pavel Schnabel

Der böhmische Knoten

BODYGUARD BEI RAFFAEL, Reihe: KAMERA IM DOKUMENTARFILM — 19.09.2026 — 18:00 Uhr
Im Gespräch: Regisseur*in und Kameraperson Pavel Schnabel und Malte Hagener vom Marburger Kamerapreis
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JETZT – NACH SO VIEL JAHREN — 19.09.2026 — 20:30 Uhr
Im Gespräch: Regisseur*in und Kameraperson Pavel Schnabel
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HOME IS NOT A PLACE — 20.09.2026 — 16:45 Uhr
Im Gespräch: Regisseur*in und Kameraperson Pavel Schnabel
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LISSABON – HAFEN DER HOFFNUNG — 20.09.2026 — 18:30 Uhr
Im Gespräch: Regisseur*in und Kameraperson Pavel Schnabel
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DER BÖHMISCHE KNOTEN — 20.09.2026 — 20:30 Uhr
Im Gespräch: Regisseur*in und Kameraperson Pavel Schnabel
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EINMAL BONN UND ZURÜCK — 22.09.2026 — 18:00 Uhr
Im Gespräch: Regisseur*in und Kameraperson Pavel Schnabel
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FRÜHER GLÜCKLICH, HEUTE FROH, Reihe: SCHNITT IM DOKUMENTARFILM — 23.09.2026 — 18:00 Uhr
Im Gespräch: Editor*in Eva Voosen und Melanie Gärtner, AG DOK
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GRENZGÄNGER — 02.10.2026 — 18:00 Uhr
Im Gespräch: Regisseur*in und Kameraperson Pavel Schnabel

BRÜDER UND SCHWESTERN — 03.10.2026 — 18:00 Uhr
Im Gespräch: Regisseur*in und Kameraperson Pavel Schnabel

Alle Veranstaltungen finden im Kino des DFF in Frankfurt statt.

In Kooperation mit den Hessischen Dokumentarfilmtagen LETsDOK widmet das DFF dem Regisseur und Kameramann Pavel Schnabel eine Werkschau.

Im nordböhmischen Liberec aufgewachsen, studierte Schnabel Kamera an der berühmten Prager Film- und Fernsehakademie FAMU, verließ diese jedoch vorzeitig nach dem Einmarsch der Armeen der Warschauer-Pakt-Staaten im August 1968 Richtung Westen. Auf Rat von Alexander Kluge ging er an die HfG in Ulm, wo er mit mehreren Studenten zusammenkam, mit denen er später das Eppelwoi Motion Picture Kollektiv in Frankfurt gründete. 1969/70 entstanden die Filme AM AMA AM AMAZONAS und ZWICKEL AUF BYZICKEL an denen er als Kameramann und Regisseur beteiligt war.

Die 1977 gedrehte Hommage an August Sander ist Schnabels erste eigene Produktion: ein Kurzfilm, dessen künstlerische Handschrift und dokumentarische Methode für spätere Filme prägend wurden. Es folgten sowohl Arbeiten fürs Fernsehen als auch Dokumentarfilme in eigener Produktion. Mehrere von Schnabels Filmen erhielten Auszeichnungen.

Zu Schnabels bevorzugten Themen gehören Emigration und Exil, das europäische Judentum, Minderheiten und neueste Geschichte. Das Besondere seiner Filme ist dabei, dass diese Themen nicht abstrakt verhandelt werden, sondern durch Porträts konkreter Menschen, die sich im Spannungsfeld größerer Ereignisse befinden und dem Publikum durch geduldige Beobachtung, einen Blick für sprechende Details und eine Neigung, Widersprüche bestehen zu lassen, nähergebracht werden.

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